Hackathon

Pressemitteilung

München, den 10. August 2018

Künstliche Intelligenz im Bürgerdialog:
Bayerns Bürgerbeauftragter richtet 24-Stunden-Hackathon aus

Die Bürgerkommunikation der Bayerischen Staatsregierung ist angekommen im Zeitalter der Digitalisierung: Rund 20 Studierende der Hochschule für Politik München (HfP) an der TUM nahmen vom 8. bis 9. August an einem Hackathon teil, den der Bürgerbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Klaus Holetschek, MdL, gemeinsam mit Bayerns Staatsminister für Digitales, Medien und Europa, Georg Eisenreich, MdL, und Prof. Dr. Simon Hegelich, Professor für Political Data Science an der Hochschule für Politik, ausgerichtet hat.

Ziel war es, technische Lösungen für den Bürgerdialog zu erarbeiten. „Wir wollen die Chancen nutzen, die die Künstliche Intelligenz (KI) bietet, um die Kommunikation zwischen den Bürgerinnen und Bürgern mit der Politik zu verbessern“, betonte Bayerns Digitalminister Eisenreich.
Bislang kennt man Hackathons hauptsächlich aus der Hightech-Industrie und Programmierszene. Doch weit gefehlt, wer bei dem Kunstwort aus „Hack“ und „Marathon“ an eine neue Version der LAN-Party aus den 1980er Jahren denkt, bei denen Zockerfreunde gemeinsam die Nächte durchmachen. Vielmehr treffen bei einem Hackathon Menschen unterschiedlicher Mind- und Skillsets zusammen, um in einer lockeren und kreativen Atmosphäre neue, innovative Ideen zu entwickeln. So tüftelten auf Initiative des Bürgerbeauftragten Studierende der TUM 24 Stunden an KI-Verfahren wie Machine Learning, Chat-Bots, intelligenten Sucherverfahren und Wissensdatenbanken. Holetschek, der die Aufgaben des Bürgerbeauftragten modern und zeitgemäß interpretiert, verdeutlichte: „Gerade in der öffentlichen Verwaltung spielen rechtliche, ethische und soziale Aspekte eine große Rolle. IT-Spezialisten müssen technische Lösungen Hand in Hand mit der Politik entwickeln.“ Die HfP bringt dafür wie keine andere Einrichtung Kompetenzen aus dem Bereich Politik und Computerwissenschaften zusammen. „Die öffentliche Meinung funktioniert heute einfach anders und wirft grundlegende Fragen mit Blick auf demokratische Prozesse auf. Ich freue mich, dass der Bürgerbeauftragte diese wichtige Kooperation zwischen Wissenschaft und Politik weiter vorantreibt“, unterstrich Prof. Dr. Simon Hegelich. Die erarbeiteten Hackathon-Projekte wurden gemeinsam mit Staatsminister Eisenreich und dem Bürgerbeauftragten Holetschek im Bayerischen Landtag präsentiert.